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Cullera. Deutsch

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Cullera. Deutsch

1) Einleitung

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In Cullera verschmelzen sämtliche Vorzüge eines erstklassigen Touristenorts. Außer einer reichen und weit zurückreichenden Geschichte wurden auch Klima und Geografie zu einem ausschlaggebenden Argument, um für die notwendige Infrastruktur zu sorgen und sowohl den nationalen wie auch den internationalen Tourismus willkommen heißen zu können und aus der Stadt ein beliebtes Urlaubsziel zu machen.
Cullera ist ein attraktives Reiseziel – zu jeder Jahreszeit und insbesondere im Sommer. Cullera ist eine offene und bunte Stadt, mannigfaltig und doch einmalig, stets bereit und willig, den Besucher bei sich aufzunehmen. Zu verdanken ist dies einem 15 km langen Küstenstreifen mit feinen Sandstränden, einem einmaligen geschichtlichen und künstlerischen Erbe, und auch Gastronomie, Landschaft und Feste dürfen nicht vergessen werden.
Die ältesten Überreste einer Menschensiedlung stammen aus dem Jungpaläolithikum und befinden sich auf Muntanya de les Raboses, einem Berg, der quasi das Wahrzeichen von Cullera ist, im Ausgrabungsort Cueva del Volcán del Faro, zu Deutsch, „die Höhle des Vulkans des Leuchtturms“. Gegenüber befindet sich die Bergwand Lambert, Weltkulturerbe aufgrund der Malereien aus der Kupfersteinzeit, die dort zu bewundern sind. Ganz in der Nähe befindet sich die Siedlung les Oliveretes, die von der Anwesenheit von Menschen zeugt, die sich unter freien Himmel niederließen und bereits über eine gewisse gesellschaftliche Ordnung verfügten. Dieser Berg, Symbol der Stadt Cullera, ist also seit jeher schon das Zuhause von Menschen gewesen.
Überreste aus der Epoche der Iberer und vor allem aus der Römerzeit belegen, dass die Stadt ein wichtiges Zentrum für die Herstellung von Gütern war, die daraufhin verschifft wurden. Zu jener Zeit, und fern des Bergs, der als natürliche Verteidigung diente, entstanden die ersten Bauten im Tal, die ebenfalls Spuren hinterließen. Letzte Ausgrabungsarbeiten haben ebenso bewiesen, dass es außer den römischen Überresten auf der Insel Pensamientos und in der Einsalzungsfabrik noch weitere gab und zwar ein Hafenlager für Amphoren, eine Taberna (eine Raststätte, an der man Verpflegungsgüter beziehen konnte) und sehr wahrscheinlich sogar Thermen. Dies lässt schließen, dass sich hier ein wichtiges Ballungszentrum befand, an dem verschiedene Güter verladen wurden. Durchaus möglich ist, dass sich hier in Cullera einst die römische Stadt Sicana und der Hafen Portus Sucronem befanden, von denen bereits in der Antike schriftlich berichtet wurde.
Und auch der Einfluss der Westgoten und insbesondere der Mauren war hier einst zu spüren, die Cullera ihr Eigen nennen wollten. Der Ort, der stolz über dem Mittelmeer thronte und sich neben der Mündung des Júcar befand, lag ja strategisch sehr günstig… Tradition und Moderne, Natur und moderne Entwicklung gehen hier in Cullera seit jeher Hand in Hand. Das muslimische Cullera, zu jener Zeit Qulayra genannt, die Eroberung durch die Christen 1239, die Militärbauten des 16. Jahrhunderts, die Entwicklung der Wirtschaft im 17. und 18. Jahrhundert und die landwirtschaftlichen Innovationen im 19. und sogar 20. Jahrhundert sind wichtige Kapitel der Geschichte, die in der Stadt und ihren Vororten Spuren hinterlassen haben. Es gibt sehr viel zu sehen – einmalige Landschaftsbilder und Bauten, die stets einen Besuch wert sind.
Machen wir uns also auf, um eine Stadt zu entdecken, in der verschiedene Elemente übergangslos ineinander verschmelzen: Berge und Meer, Fischerei und Ackerbau, Orangenblüten und Reisähren, Kultur und Freizeitvergnügen, Wasser und Himmel.
Um mittels dieses Audioguides die Route zurücklegen zu können, sollten Sie den blauen Markierungen folgen und an den jeweils markierten und nummerierten Punkten Halt machen, um den passenden Track zu hören.
Diese Route führt Sie zum Fluss Júcar und schließlich hinein in das Stadtviertel la Villa, wo Sie modernistische und religiöse Bauten erkunden und einige Geheimnisse der Stadt Cullera entschlüsseln werden.

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2) Die Escolaica

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Cullera befindet sich am linken Flussufer des Júcar, in der Antike Sicano oder auch Sucro genannt. Der Fluss entspringt im Gebirge Montes Universales und zieht vorbei an zahlreichen Dörfern und Landstrichen, bis er schließlich in dieser Stadt ins Meer mündet.
Unsere Route beginnt auf dem Andrés Piles Platz, dem Platz an dem sich sämtliche Wege schneiden, die in die Stadt, zur Burg, zum Leuchtturm oder zu den Stränden führen.
Der Platz erfuhr einige Umbauarbeiten und trug so zur Erneuerung des Stadtbildes entscheidend bei. Er ist heute direkt mit der Brücke Bega verbunden und dient nicht nur als Treffpunkt sondern auch als praktischer Ausgangspunkt, um die verschiedenen Strände der Bucht von Cullera anzufahren.
Die Hausnummer 1 auf diesem Platz gehört der Escolaica, einer Schule, die im Jahre 1905 entstand, dem gleichen Jahr, in dem auch die Eisenbrücke über den Júcar gebaut wurde, und von der später noch die Rede sein soll. Hier drückten die Einwohner von Cullera während ihrer ersten Schuljahre die Schulbank. Der Escolaica war es ein besonderes Anliegen, auch die Arbeiterkinder der Unterschicht zu unterrichten, und das zu einer Zeit, als die Schule nur etwas für die reiche Oberschicht war. In dem Gebäude waren ursprünglich sechs Klassenzimmer untergebracht, und die Baukosten betrugen ganze 6 445 Peseten der damaligen Zeit.
Während des Schuljahres ist die Escolaica, ein reges Kommen und Gehen von Kindern und ist somit der erste Punkt von Interesse auf unserer Route. Umgeben von modernen und renovierten Gebäuden stechen die drei Giebeldächer der Schule insbesondere ins Auge und erinnern an die typischen valencianischen Hütten.
Wir machen uns nun auf ins Stadtzentrum, La Vila, wobei wir über die linke Straßenseite der Avenida del País Valenciano zum nächsten Punkt unserer Route gelangen.Dieser Boulevard wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Luis Ferreres entworfen und verbindet die Stadt mit dem Meer. Entlang dieses Boulevards fand auch die erste Stadterweiterung statt: auf Spanisch Ensanche genannt.
Auf diesem Boulevard befinden sich auch zahlreiche Läden und Dienstleistungen, Cafés und ein Gesundheitszentrum. Von hier aus spazieren wir in Richtung Kulturhaus, wo sich die Straßen Pescadores und Bega schneiden. Dieser Kulturraum wurde 1973 eingeweiht und ist seitdem Mittelpunkt des Kultur- und Freizeitprogramms der Stadt.
Setzen wir nun unseren Spaziergang fort und bummeln zum nächsten Punkt unserer Route. Es warten auf uns der Hafen und die Fischhalle

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3) Der Hafen und die Fischhalle

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Dieser Binnenhafen ist etwas ganz Besonderes, da er sich mitten in der Stadt befindet und nur über den Fluss erreicht bzw. verlassen werden kann. Aus diesem Grund ist der Verkehr von Fischer- und Freizeitbooten auf dem Fluss auch so intensiv und nicht selten bleiben die Angelleinen der Männer die am Flussufer fischen, in den Kielen und Motorpropellern der Boote hängen.
Der Fluss ist in der Hafengegend zwischen 2,2 und 5,5 m tief und knapp 7 m an der Hafenmündung. Der Fischfang kann mit etwas Glück beeindruckende Zahlen erreichen, obgleich der Fang von Krustentieren enorm zurückgegangen ist.
Neben dem Hafen befindet sich die Fischhalle. Frischer Fisch von Spitzenqualität und auch erstklassige Meeresfrüchte sind das ganze Jahr über zu haben. Restaurantbesitzer, Einheimische und auch Touristen können hier jederzeit frischen Fisch kaufen.
Unterwegs zum nächsten Punkt unserer Route, der Steinbrücke, kommen wir vorbei am Jachtclub, der 1966 gegründet wurde und sich am linken Ufer des Júcar befindet. Dort, wo der Fluss ins Meer mündet, tummeln sich die Boote auf ihrem Weg zum Hafen. Die Strecke vom Hafen bis zur Flussmündung ist in der ganzen Comunidad Valenciana etwas Einmaliges, eine Uferpromenade, an der Spaziergänger und Fischer anzutreffen sind und Boote sacht über das Wasser gleiten.
Der Jachtclub verfügt über 100 Anlegeplätze für Boote, die mindestens 5 und höchstens 15 m lang sind. Der Club hat allerdings noch viel mehr zu bieten: vom Grundlegendsten wie Wasser- und Stromanschlüsse, Ankerbett und eine Rampe für kleinere Boote so wie einen 5-Tonnen-Kran, Duschräume, Restaurant und Bar. Der Club liegt außerdem mitten in der Stadt, was sich insbesondere für Einkäufe mehr als günstig trifft. An Sommernachmittagen oder am Wochenende werden die Stege bei schönem Wetter zum Mittelpunkt der Spaziergänge von Einheimischen und Touristen. In der Gegenwart verfügt dieser Jachtclub über verschiedene Abteilungen, die jeweils Segelbooten, Motorbooten, dem Sportfischen und dem Rudersport gewidmet sind. Eine eigene Fest- bzw. Feierkommission hat dieser Jachtklub ebenfalls.

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4) Die Steinbrücke

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Ein Holzsteg verbindet den Jachtclub mit einer Brücke, die zur Lagune l’Estany führt. Man nennt sie schlicht und einfach die Steinbrücke, um sie nicht mit der Eisenbrücke zu verwechseln, die, wie bereits erwähnt worden ist, Anfang des 20. Jahrhunderts entstand und wahrscheinlich bald nur noch für Fußgänger begehbar sein wird.
Die Steinbrücke entstand zur selben Zeit wie die Eisenbrücke. Der Besucher wird von dort aus eine einmalige Aussicht genießen können: Die Flussmündung, der Hafen flussaufwärts, die Eisenbrücke im Hintergrund. Greifen Sie also nur ruhig zur Fotokamera und nehmen Sie ein paar Fotos als Andenken mit.
Besonders im Sommer kam es auf der Steinbrücke zu sehr regem Verkehr. Um Teil dieses Verkehrs besonders im Sommer umzuleiten, entstand eine weitere Brücke namens Puente de Cullera und ganze 135 m lang, die ebenfalls beide Flussufer miteinander verbindet.
Es gibt allerdings noch zwei weitere Brücken, die sich jedoch relativ weit entfernt von unserer Route befinden. Eine schließt sich an die Eisenbrücke an, und eine weitere namens Bega befindet sich unweit der Flussmündung und wurde vor kurzem erbaut.
Es erwartet uns nun die Casa de la Enseñanza.

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5) Die Casa de la Enseñanza

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Wir wenden nun dem Júcar den Rücken zu, dessen Gewässer langsam ins Mittelmeer gleiten. Hausnummer 38 der calle del Río, der Flussstraße, beherbergt die Casa de la Enseñanza. Es handelt sich dabei um eine der ältesten Schulen in ganz Spanien, die 1793 unter Karl IV entstand und zwar “mit öffentlichen Geldern der Stadt” wie auf dem Medaillon zu lesen ist, das die Hauptfassade ziert. Die Schule entstand in Einklang mit den Werten der Aufklärung, blieb allerdings auch den Moralvorstellungen jener Zeit treu und trennte daher Jungen und Mädchen im Unterricht voneinander. Den Lehrern standen eigene Wohnräume zu.
Dieses nüchterne zweistöckige Gebäude, dem ein neoklassischer Giebel aufgesetzt ist, wird dank seiner zahlreichen Fenster vom Naturlicht regelrecht durchflutet. Es ist dem Architekten Vicente Gascó zu verdanken, der es auf einem Teil der Renaissance-Verteidigungsmauer aus dem 16. Jahrhundert erbauen ließ.
Das Gebäude wird heute nicht mehr als Schule genutzt und hat einige Umbauarbeiten erfahren. Heute befinden sich hier die Büroräume des Gemeinderats für Tourismus, ein Festsaal, ein Museum, das dem Frühlingsfest der Fallas gewidmet ist und zu guter Letzt ein Geschichte- und Archäologie-Museum. Die architektonische Eleganz des Baus, das Spiel an Bauräumen und das imposante äußere Erscheinungsbild stechen dem Besucher sofort ins Auge.
Unterwegs zum nächsten Punkt der Route begleiten uns nun die Frische und Kühle des Wassers, des Júcar und des Mittelmeers, so wie auch der Schatten der Berge, ewige Merkmale der Stadt Cullera. Und so setzen wir unseren Spaziergang in der calle del Río fort…

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6) Das modernistische Cullera: die Häuser in der calle del Río

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Der Modernismus spiegelt eine neue Auffassung der Kunst wieder, die sich Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte. Es ist jedoch schwierig allgemein gültige Merkmale für diesen Kunststil festzulegen. Man kann allerdings sagen, dass alle modernistischen Gebäude, unabhängig von ihrem Entstehungsort, Kreativität, Finesse und Feingefühl widerspiegeln und die Pflanzendekoration sich gerne von fremden Kulturen inspirieren lässt.
Cullera blieb diesem neuen Kunsttrend natürlich nicht fern, wie die zahlreichen modernistischen Häusern in verschiedenen Straßen der Stadt tatsächlich belegen.
Der Modernismus soll uns auf unserem Weg zum Rathaus als treuer Begleiter zur Seite stehen. In der calle del Río werden wir rechts vor der Hausnummer 19 und später vor dem Sitz des Hausfrauenverbands Halt machen. Das erste Gebäude, zweistöckig und mit drei Balkonen pro Etage, verfügt über eine auffällige Dekoration mit Pflanzenmotiven, die insbesondere ab dem ersten Stockwerk zunimmt. Den mittleren Balkon im ersten Stock ziert ein Balustergeländer, wohingegen der Rest der Balkone aus Schmiedeeisen ist. Sehr charakteristisch ist für diesen Bau die helle Farbe sowie der Abschluss der Fassade. Das zweite Gebäude, heute Sitz des Hausfrauenverbandes, scheint ein massiver und kompakter Bau zu sein, der pro Stockwerk ebenfalls über drei Balkone verfügt, ist mit Pflanzenmotiven allerdings nicht so überladen. Erwähnenswert ist die Eingangstüre aus wunderbar geschnitztem Edelholz.
Mit beiden Häusern kommt der Besucher auf einen ersten modernistischen Vorgeschmack und bekommt einen ersten Einblick in die Stil und Bautendenzen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, einer Periode des wirtschaftlichen Aufschwungs. In dieser Straße, in der auch neue Gebäude entstanden sind, verschmelzen Klassik und Moderne – wie in so vielen anderen Straßen der Stadt. Und während wir gemütlich durch die Straßen bummeln, werden wir ein bisschen mehr über die Einwohner von Cullera herausfinden. Sie sind stets für einen kleinen Plausch zu haben, und helfen interessierten Touristen mit nützlichen Infos über Kultur, Geschichte und Brauchtum gerne weiter. Offene Menschen, vom Mittelmeer gekennzeichnet, zu Hause in den Bergen und am Meer.

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7) Die Musikgesellschaft Santa Cecilia

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Lassen Sie uns nun auf unserer Entdeckungsreise des Modernismus eine kleine Rast einlegen und machen wir vor einem Gebäude Halt, in dem die Musikgesellschaft Santa Cecilia untergebracht ist, die 1907 gegründet wurde. Diese Tatsache spiegelt eines der Hauptmerkmale des Wesens der Bürger von Valencia und insbesondere der von Cullera wider: Sie sind große Musikliebhaber. Auf diese Vorliebe ist man in Cullera besonders stolz, und man hegt den Glauben, dass die Musiknoten dem menschlichen Charakter Harmonie einflössen. Selbst Arthur Schopenhauer behauptete dass.in der Musik sämtliche Gefühle zu ihrer reinen Urform zurückfinden und die Welt nichts weiter als Musik ist, die Wirklichkeit geworden ist. Und diese Worte scheinen im Auditorium der Musikgesellschaft Santa Cecilia tatsächlich widerzuhallen,. Stolz ist man in der Stadt auf diese Musikgesellschaft, besonders jene Musikliebhaber, die es verstehen, die Musik vom Ohr direkt bis zum Herzen zu leiten.
Die Medaillons an der Fassade, auf denen Wagner und José Serrano abgebildet sind, vermitteln nur allzu gut den Gedanken, dass hier die Musik ein wichtiger und unersetzbarer Bestandteil des Alltags und, ja, des Lebens selbst ist.

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8) Das modernistische Haus in der Carrer de la Séquia

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Unterwegs zur Cervantes Straße erwarten uns noch weitere modernistische Gebäude. Halt machen wir zuvor allerdings an der Hausnummer 14, in der Carrer de la Séquia, wo uns ein Gebäude modernistischen Stils erwartet, das jedoch schlichter und einfacher gestaltet ist. Der Bau setzt sich überwiegend aus geraden Linien zusammen, und beide Stockwerke erstrahlen in heller Farbe, ein besonders interessantes Merkmal ist der Balkon aus Schmiedeeisen im ersten Stock. Das zweite Stockwerk hingegen folgt den Strukturmerkmalen anderer modernistischer Gebäude und verfügt über drei mit Schmiedeeisen verzierte Fenster. Versäumen Sie auch nicht, einen Blick auf den Haupteingang zu werfen.
Weiter geht es Richtung Cervantes Straße, zuvor treffen wir allerdings auf der linken Straßenseite auf das Colegio de la Milagrosa, ein weiteres Beispiel der modernistischen Architektur. Diese Schule weist eine schlichte Außenstruktur auf, Fenster und Türen verfügen über Spitzbögen und über dem Haupteingang ist ein Nische aus dem Jahre 1876 zu bewundern, als in dem Gebäude eine Mädchenschule und ein Pflegeheim untergebracht waren. Der Bau erfuhr mehrere Umbauarbeiten und beherbergt heute ein colegio concertado, eine teils staatlich und teils private Schule, in der Schüler der Grundschule und der Sekundarstufe unterrichtet werden.
Der nächste Punkt unserer Route führt uns direkt in die Cervantes Straße, zu einem weiteren Gebäude modernistischen Stils von Cullera.

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9) Die modernistische Häuser in der Cervantes Straße

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Hausnummer 6 und 9 erwecken in dieser Straße unser Interesse. Das erste Haus ist insbesondere imposant, zwei Baulstergeländer im ersten Stockwerk und 4 mit Schmiedeeisen verzierte Balkone im zweiten Stock. Die Eingangstüren sind aus Edelholz, und zwei Fenster sind auszumachen, groß und wunderbar verziert. Die feine Dekoration und die helle Farbe vermitteln ein edles Erscheinungsbild, ausgeglichen und ausgewogen. Das nächste Gebäude, Hausnummer 9, ist auch als Casa Palomes bekannt, Beiname von Don Agustín Olivert, ein großer Wohltäter der Stadt Cullera. Dieser stiftete das Haus den Einwohnern der Stadt, so dass es einen kulturellen oder erzieherischen Verwendungszweck finden möge. Das Haus wurde zwischen den Jahren 1910 und 1920 erbaut, verfügt über zwei Stockwerke mit je fünf Fenstern, alle mit wunderbaren Schmiedeeisen verziert. Etwas ganz Besonderes sind die drei mittleren Fenster des ersten Stocks, die ein durchgehender Balkon ziert. Die gelbe und weiße Farbe tragen zu der Schönheit des Baus ebenfalls entscheidend bei.
Um zur Sangre de Cristo – Kirche zu gelangen, schlagen wir nun die Valencia Straße ein, vorbei an den Hausnummern 9 und 11. Diese modernistischen Gebäude weisen ganz besondere Merkmale auf. Das erste Haus kommt einem insbesondere solide und kompakt vor und hat im mittleren Teil wunderschöne Fenster in Korbbogenform vorzuweisen. Das zweite Haus scheint hingegen etwas mehr in die Höhe zu streben, verfügt über mehr Dekoration, und die Fenster setzen sich aus einer ganzen Palette von verschiedenen Formen und vorspringenden Bogenteilen zusammen; ein Baumuster, dem auch der Haupteingang folgt. Die hellen Farben dieses Gebäudes stehen in direktem Kontrast mit den dunklen Tönen des zuerst erwähnten Gebäudes.
Und schon können wir den nächsten Punkt unserer Route erblicken. Auf geht es.

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10) Die Sangre de Cristo-Kirche

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Die Sangre de Cristo-Kirche, die Blut-Christi-Kirche auf Deutsch, wurde 1614 auf den Überresten einer Einsiedelei aus dem Mittelalter errichtet. 1546 wird zum ersten Mal die Gründung der Blut-Christi-Bruderschaft in dieser Einsiedelei schriftlich erwähnt. Der Bau verfügt über einen lateinischen Kreuzgrundriss, ein Mittelschiff und Seitenkapellen zwischen den Strebebögen. Der Innenraum ist mit einem Tonnengewölbe mit Lichtlöchern überzogen, und über der Vierung erhebt sich eine Kuppel mit Tambour, die an der Außenseite mit blau glasierten Ziegeln bedeckt ist. Ende des 19. Jahrhunderts lässt der Architekt Luis Ferreres neben der Kirche das Hospital de la Sangre erbauen, das während des spanischen Bürgerkriegs als Lazarett fungierte und sämtliche Verwundete aufnahm, die von der Kriegsfront zurück geschickt wurden. Die Originalstruktur des Gebäudes liegt verglichen mit den umliegenden Straßen tiefer, und so gelangt man ins Innere nur über ein paar Treppenstufen und einer seitlich angebrachten Rampe. Ganz wie der Innenraum so ist auch die Außenstruktur schlicht und einfach gehalten, alleinige Ziermittel sind ein robuster Glockenturm aus Quadersteinen und ein neoklassischer Säulengang.
Gehen wir nun ein Stück des Weges auf der Carrer de Baix in Richtung Vila zurück. An der Fassade der Hausnummer 10 ist eine Keramiktafel angebracht, auf der ein Bildnis des heiligen San Vicente Ferrer zu sehen ist. Die Tafel erinnert an jene Überlieferungen, die bezeugen, dass das Haus dem Heiligen bei seinen Besuchen in der Stadt als Unterkunft diente. Und so überrascht wohl kaum der Name des Hauses, Casa Santa, heiliges Haus auf Deutsch. Es wurde 1870 auf den Überresten eines anderen Gebäudes errichtet, das auch zu Lebzeiten des Schutzheiligen von Valencia existierte.
Und schon geht es weiter, zum nächsten Punkt unserer Route.

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11) Ayuntamiento o Casa de La Vila

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Mitten in der Altstadt, auf der plaza de España,befindet sich das Rathaus, Casa de la Vila. Es entstand im Jahre 1793 und ist dem Architekten Vicente Gascó zu verdanken, dessen Hand an weiteren zahlreichen Gebäuden zu erkennen ist: von Segorbe nach Valencia und von Alzira nach Biar sind sowohl Originalkonstruktionen wie remodellierte Bauten dieses Meisters zu bewundern.
Dieses Gebäude verfügt nur über ein einziges Stockwerk, drei Balkone und drei genau gleiche rechteckige Fenster, die sich jeweils über den drei Eingängen befinden. Die beiden Seitentüren zieren Spitzbögen, den Eingang in der Mitte ein Korbbogen. Das Gebäude weckt eine vage Erinnerung an die italienischen Jagdschlösser jener Zeit. Unter Karl III. war die iberische Halbinsel mit italianisierten Bauten regelrecht übersät. Und auch in Lissabon entstanden im 18. Jahrhundert zahlreiche Jagdschlösser, die später zu Luxushotels werden sollten. Die äußere Struktur des Heritage-Hotels in Lissabon mit Korbbogen und Seiteneingängen ist ein glänzendes Beispiel für diesen eleganten und schlichten Stil, der es trotzdem versteht trotz der reduzierten Größe des Baus einen gewissen Prunk zu vermitteln.
Das Gebäude namens Casa del Consell, auch Presó de la Vila genannt, entstand auf den Überresten eines Baus aus dem Jahre 1321 und erinnert an eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, der von der Landwirtschaft eingeleitet wurde. Bei den Möbeln handelt es sich um Originale aus dem 18. Jahrhundert, und besonders bewundernswert ist die Dekoration des Sitzungssaals. Erwähnenswert ist auch ein Retabel, das der heiligen Anna gewidmet, das aus einer gleichnamigen Einsiedelei stammt, die auch Turm der Maurenkönigin genannt wird. Zu guter Letzt seien noch einige Gemälde von Isabella II. erwähnt, deren Autor unbekannt ist, so wie auch zahlreiche Werke von José Mongrell, einem sehr talentierten Porträtmaler, der es auch verstand, volkstümliche Sitten und Bräuche des valencianischen Alltags auf der Leinwand zu verewigen. Nicht umsonst lernte er in der Werkstatt von Pinazo und Sorolla.
Das Bild diese Gebäudes soll uns noch ein Stückchen begleiten, bis wir die Santos Juanes-Kirche erreichen.

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12) Die Santos Juanes-Kirche

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Diese Kirche entstand nach der Eroberung durch die Christen. Ein langwieriges Vorgehen, das von Jakob I. eingeleitet wurde und Veränderungen für Wirtschaft und Religion mit sich brachte Das Christentum verdrängte den muslimischen Glauben und die Moscheen wichen der Errichtung von Kirchen.
Die Kirche ist zwei heiligen Johannessen geweiht und wurde 1692 auf den Überresten einer älteren Kirche, womöglich aus dem 13. oder 14. Jahrhundert, erbaut. Zuletzt durchgeführte Ausgrabungsarbeiten haben ebenso belegt, dass der mittelalterlich scheinende Glockenturm tatsächlich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Aus jener Zeit stammt auch das Wappen der Krone von Aragon, das am Turm angebracht ist, welcher wiederum auf einem Friedhof aus dem 14. Jahrhundert entstand. Mitten auf dem Platz befindet sich die Nachbildung einer Grabplatte, die mit einem Malteserkreuz verziert ist und bei den zuvor erwähnten Ausgrabungsarbeiten entdeckt wurde
Von 1248 bis 1953 befand sich hier die einzige Pfarrkirche der Stadt. Die Kirche verfügt über ein einziges Schiff, jedoch über zwei Namensgeber: Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist, deren beider Bildnis am Altar zu bewundern ist. Im Innern müssen die Werke Rafael Cardells erwähnt werden, das Retabel und die Wandmalereien in der Taufkapelle. Nicht zu übersehen sind auch die zahlreichen Bildnisse, die in den Seitenkapellen untergebracht sind und insbesondere die Keramikverzierung in der Kommunionskapelle, die vor kurzem restauriert wurde. Diese setzt sich aus 700 Stücken zusammen, ist durchschnittlich 1,7 m hoch nimmt eine Gesamtoberfläche von 49 m2 ein und entstand zwischen 1740 und 1760. Ein wahres Meisterwerk der valencianischen Kachelkunst, das immer einen Besuch wert ist.
Die Kirche der zwei Johannesse ist außerdem der Punkt, an dem sich alle wichtigen Ereignisse von Cullera abspielen, die mit der Religion zu tun haben. Die Kirche dient als vorübergehender Aufbewahrungsort des Bildnisses gotischen Stils der Schutzheiligen der Stadt, der Virgen del Castillo, der Jungfrau der Burg während der Baixà, die den Beginn des Fests zu Ehren der Schutzheiligen einläutet. Baixá bedeutet so viel wie Abstieg, das Bildnis der heiligen Maria wird nämlich vom Sanktuarium hinab in die Stadt befördert und bei Beendigung des Festes mit dem Pujà, dem Aufstieg, wieder an ihren Platz gebracht – bis zum nächsten Jahr.
Baixà und Pujà sind ganz besondere Anlässe zum Feiern für die Einwohner von Cullera. Die Feier beginnt am ersten Samstag nach Ostern und endet am St. Vinzenz-Tag. Beim Abstieg bildet sich eine Prozession mit Kerzen, die langsam aber sicher einen steilen und verschlungenen Bergweg hinab muss. Dieser Weg führt nicht nur zum Sanktuarium sondern auch zur Burg. Eine Rast kann bei der tauleta, einem kleinen Tisch, eingelegt werden. Einer Überlieferung aus dem Jahre 1616 zufolge soll ein Priester beim Hinabtransportieren das Bildnis der Maria hier abgestellt und sich selbst eine kleine Pause gegönnt haben.
An dieser Stelle ertönt dann das Lied der tauleta, woraufhin das Bildnis weiter in feierlicher Prozession hinab in die Sankt Johannes Pfarrei getragen wird.
Einen besonderen Höhepunkt stellt die traditionelle Prozession Rosario de la Aurora dar, dessen Name von der Tatsache rührt, dass der Rosenkranz bei Morgenröte durch die Straßen gebetet wird. Bei Tagesanbruch wird das Bildnis in die Blut-Christi-Pfarrei geschafft, die sich außerhalb der Stadt befindet. Das Bildnis wird daraufhin den Seemännern übergeben, die es in einer feierlichen Prozession auf dem Meer mit sich führen, während die Besatzung anderer Boote das Bildnis respektvoll grüßt und Leuchtraketen abgefeuert werden. Eine Woche lang wird gefeiert, und es fehlt nicht an Musikwettbewerben und einem durchaus abwechslungsreich gestalteten Fest- und Kulturprogramm. Kurz gesagt: ein einmaliges Fest, das vor kurzem von touristischem Interesse innerhalb der Region erklärt wurde. Man sollte dieses Fest unter keinen Umständen versäumen und es so intensiv miterleben, dass es zu einem unvergesslichen Ereignis wird.
Und nun geht es zurück zu unserem Ausgangspunkt, wo wir diesen Spaziergang durch La Vila begonnen haben, vorbei am Markt und den umliegenden Gärten. Wir sollten uns allerdings nicht übernehmen und nicht all unsere Kräfte bei der Erkundung Culleras aufbrauchen. Aus diesem Grund sind der Markt, die Gärten und der Luftschutzkeller Teil einer anderen Route.
Kehren wir nun also zur plaza de la Libertad zurück, auf in die calle del Vall. Dort erwartet uns Hausnummer 18, erneut ein Gebäude, das dem Wesen des Modernismus treu geblieben ist, jedoch ein verbessertes architektonisches Gleichgewicht bezüglich seiner Formen und Stils an den Tag legt.
Die Fassade gliedert sich in zwei Ebenen, mit durchgehenden Balkonen im ersten Stock und wunderbar verzierten Fenstern. Über den länglichen Fenstern im ersten Stock befinden sich zwei weiße Relief-Medaillons, die sich von der roten Farbe, die sie umgeben, klar abheben. Der dreieckige Abschluss der Fassade verleiht dem Bau zusätzliche Höhe. Unser Spaziergang ist nun bald zu Ende, wir bleiben allerdings noch einmal kurz in der calle de Vall stehen, am letzten Punkt unserer Route.

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13) Das Ateneo Marítimo, auch Casa del Pueblo genannt

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Hausnummer 48 ist ebenfalls ein sehr interessantes Gebäude, das in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Dort befindet sich das Casa del Pueblo, auch Ateneo Marítimo genannt. Es handelt sich dabei um eine Art Gemeinschaftshaus, Sitz der spanischen Arbeitergewerkschaft UGT. Das Gebäude verfügt über ein einziges Stockwerk und stammt nicht ganz aus der gleichen Entstehungszeit wie die restlichen Konstruktionen modernistischen Stils von Cullera. Nichtsdestotrotz überzeugt das Gebäude mit der Eleganz seiner großen Fenster, seinem durchgehenden Balkon und den abgerundeten Giebeln, die ihm als Abschluss aufgesetzt sind – einfach und doch sehr elegant. Die Dekoration in der Form von Ankern ist eine klare Anspielung auf das Meer, das in der Stadt ja eine so wichtige Rolle spielt.
Die Umbauarbeiten dieses Gebäudes umfassten sowohl Struktur, Wände so wie auch Strom- und Wasserinstallation. Eine neue Therapiewerkstatt soll hier ebenfalls noch entstehen.
Unser Weg führt uns nun über die calle del Vall zurück zum Andrés Piles Platz und der Escolaica, wo wir unseren Spaziergang durch das Stadtviertel La Vila, hier in Cullera begonnen haben.

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14) Einleitung. Von la Vila bis zur Burg

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Berg, Tal und Fluss dienen Cullera als natürliche Grenzen. Die ersten Konstruktionen, die im Laufe der Jahre das Cullera von heute ergeben sollten, entstanden tatsächlich an den Berghängen, zwischen den Felsen und den Unebenheiten des Geländes.Diese Route führt uns vom Andrés Piles Platz über eine gleichnamige Straße bis hin zum Meer. Durch die erweiterten Stadtgebiete geht es durch das Viertel el Pozo und seine labyrinthischen Gassen bis hin zur Burg und dem Sankturaium, vorbei am Turm der Maurenkönigin, wo wir eine wunderbare Aussicht der Stadt genießen werden können.
Passendes Schuhwerk, Wasser und viel Gemütlichkeit sind für diese Route die richtige Begleitung. Langsam und geduldig sollte man den zickzackförmigen Weg vom Pozo Viertel bis hinauf zum Schloss angehen.
Es bieten sich allerdings auch Alternativen.Von der Rellano de San Antonio Straße kann man auch mit dem Auto hinauffahren. Und ein Touristenzug fährt vom San Antonio Strand ab. Dabei würden wir allerdings den Kreuzweg aus dem 18. Jahrhundert verpassen und insbesondere die Station Nummer 3, Schnittpunkt mit der Route PR CV-336, der sogenannten Senda de la Lloma. Die wunderbare Aussicht würden wir vermutlich ebenfalls nicht richtig genießen können. Kurz: Wir würden auf eine Wandererfahrung verzichten, die für so viele die perfekte Kombination von Tourismus und Natur ist.
Um mittels dieses Audioguides diese Route zurücklegen zu können, sollten Sie den roten Markierungen folgen und an den jeweils markierten und nummerierten Punkten Halt machen, um den passenden Track zu hören.
Erneut beginnt unsere Route auf dem Andrés Piles Platz. Zurück bleiben die Escolaica und die verschiedenen Zufahrten, die zum Leuchtturm und den Stränden führen. Wir schlagen nun die calle del Mar ein, die Meerestrasse, die, wie ihr Name verspricht, tatsächlich von La Vila zum Meer führt.

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15) Die Santa Ana Einsiedelei in der calle del Mar

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In dieser engen und verwundenen Gasse, der calle del Mar, scheint man stets den Tratsch und Klatsch der Nachbarschaft vernehmen zu können. Den einstöckigen Gebäuden ist es teils zu verdanken, dass die Nachbarn einen engeren Kontakt hegen und ständig für ein Gespräch zu haben sind.
In dieser Straße treffen wir auf den ersten Punkt, der auf unserer Rute eingezeichnet ist. Die Einsiedelei Santa Ana, obgleich auf einer Kachel über dem Eingang Kapelle zu lesen ist. Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und soll nach seiner Restaurierung als Ausstellungsraum dienen und zeitweilen andere Verwendungszwecke finden. Ein Gitterwerk umgibt diesen Bau viereckigen Erscheinungsbilds, der von außen sehr schlicht zu sein scheint und dem als Abschluss eine Glockenwand aufgesetzt ist. Der Innenraum folgt dem Muster einer Hallenkirche und verfügt über Bögen spätgotischen Stils.
Über die calle del Mar gelangen wir zur plaza de la Libertad. Dort beginnt unser Besuch des ältesten Viertels der Stadt in La Vila. Es erwarten uns enge Gassen, die am Berg regelrecht hinaufzuklettern scheinen und mit der Hilfe von Rampen und Treppen die Unebenheiten des Geländes überwinden. Dort treffen wir auch auf die sogenannten tronetas, kleine Terrassen voller Farbe mit Pflanzen und Blumen vor den Türen, die sich an die Gebäude regelrecht pressen.
Auf geht’s. Das Stadtviertel El Pozo erwartet uns.

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16) Das Stadtviertel El Pozo

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Cullera hat es wie keine andere Stadt verstanden, die Wurzeln seiner eigenen Geschichte zu wahren. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen in der Welt von heute, laut und hektisch, eine Welt, in der wir alle für unsere Mitmenschen große Unbekannte sind.
Das Stadtviertel El Pozo, kaum eine Straße von La Vila entfernt, kommt einer wahren Oase gleich. Stille breitet sich aus und das Tosen und Krachen der Motoren wird, wenn überhaupt, von der Melodie eines Gesprächs unterbrochen.Das gemütliche Schlendern lässt sämtliche Hektik verschwinden, und beim netten Plausch in der Nachbarschaft kennt sich jeder. Von der plaza de la Libertad in Richtung einer Straße namens Muro de las Ánimas, wo tatsächlich noch Teile der auf den Berg gehenden Mauer aus dem 16. Jahrhundert erhalten sind, unternimmt man tatsächlich eine Zeitreise. Der Alltag weicht so einer neuen Welt, die Jahrhunderte weit zurück zu liegen scheint. Hinter dem Markt und seinen Gärten winden sich steile Gassen und Straßen die Bergwand hinauf, die zusammen das Stadtviertel El Pozo ergeben, ein Überbleibsel längst vergangener Zeiten.
Diese Straßen und Plätze waren einst tatsächlich der älteste Teil des muslimischen Cullera, damals Qulayra genannt. Noch heute sind die typischen weiß getünchten Häuser zu sehen und Balkone voller Blumentöpfe. Die Zeit scheint an diesem ruhigen Plätzchen tatsächlich stehen geblieben zu sein. Schaut man ein bisschen genauer hin, was ja immer sehr empfehlenswert ist, so kann man nicht nur feststellen, wie sich die Häuser an die Berggegend angepasst haben. Besonders stechen einem die typisch valencianischen Kacheln ins Auge, auf denen verschieden Schutzheilige abgebildet sind, und die den Lauf der Zeit seit dem 18. Jahrhundert beinahe vollkommen heil überstanden haben. Und so setzen wir unseren Spaziergang durch diese engen Gassen fort, vorbei ein kleinen Plätzen voller Nostalgie, Zauber und Tradition, die aus einer anderen und längst vergangen Zeit zu stammen scheinen. Auf ein kleines Gespräch mit den Einwohnern dieses Viertels sollte man sich auf jeden Fall auch noch einlassen, um so in diesem stillen und ruhigen Winkel der Erde eine kleine Pause von der unaufhaltsamen Konsumgesellschaft einzulegen. So nah und doch so fern von der Stadt, die Einwohner dieses Viertels gießen in aller Ruhe ihre Blumentöpfe, fegen emsig ihre Hausflure oder widmen sich der Reparatur ihrer Motorräder – mit dem Auto kann man dieses Viertel nämlich nicht erreichen.
Von hier aus werden wir nun eine Straße einschlagen, die uns vorbei am Stadtmarkt im Zickzack zur Burg und dem Sanktuarium führen wird, vorbei am Santa Turm, auch Turm der Maurenkönigin genannt, der der nächste Punkt unserer Route ist – interessant und voll magischer Anziehungskraft wie so vieles hier in Cullera.

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17) Der Turm der Maurenkönigin, auch Santa Ana Turm genannt

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Die 14 Stationen des Kreuzwegs werden uns nun bald zum Santa Ana Turm führen, der, wie bereits erwähnt, auch Turm der Maurenkönigin genannt wird und zu einem Gut von kulturellem Interesse erklärt wurde. Es empfiehlt sich an dieser Stelle eine kleine Pause einzulegen nicht nur, um sich die Konstruktion selbst ein bisschen besser anzuschauen, den Turm kann man übrigens von innen besichtigen, sondern auch um die wunderbare Aussicht zu genießen. Es gibt auch einen eigens dafür geschaffenen Aussichtspunkt.
Der Turm der Maurenkönigin war ursprünglich einer der Eingangstürme, durch den man in den zweiten befestigten Raum der Burg gelangte, auch albacara genannt. Im 17. Jahrhundert wurde der Turm zu einer Einsiedelei. Er hatte bereits seit mehreren Jahrhunderten seinen militärischen Verwendungszweck verloren und war in einem verwahrlosten Zustand zurück geblieben. Die Einsiedelei wurde zuerst dem heiligen Rafael geweiht und zu guter Letzt der heiligen Anna, woher ihr jetziger Name rührt.
Und, wie so oft, so umgibt auch diesen Bau einen Legende. Erzählt wird die Geschichte einer Maurin, die mit einem reichen Kaufmann verheiratet war, den sie jedoch von Grund auf verabscheute. Sie verliebte sich in den Sohn des Kadi und plante mit ihm, ihren Gatten zu ermorden. Ein Papagei, den der reiche Kaufmann von einer seiner Reisen mitgebracht hatte, verriet allerdings den Plan, und das Paar wurde hingerichtet.
Der Turm ist eine Lehmziegelkonstruktion, verfügt über zwei Stockwerke, einen viereckigen Grundriss und Zinnen. Eine Wendeltreppe führte hinauf zum oberen Stockwerk, das jedoch Umbauarbeiten erfuhr, um dem Einsiedler als Unterkunft zu dienen.
Der Turm war einst Teil des ersten Verteidigungsrings der maurischen Burg und diente auch als Eingang in die albacara, ein ebenfalls von Mauern umgebener Teil, in den man über eine rechtwinklig angelegte Gasse gelangte, die einen klare Verteidigungsfunktion hatte.
Der Santa Ana Turm wurde erst kürzlich restauriert, und die durchgeführten Arbeiten haben sich über Jahrhunderte hinweg stets den verschiedenen Funktionen des Turms anpassen müssen.
Neben dem Turm befindet sich eine Metalltreppe, die uns zum Kreuzweg führen wird, der auf verschlungenen Wegen verläuft. Dann und wann sollten wir eine Pause machen, um Atmen zu holen, etwas Wasser zu trinken und insbesondere, um die Aussicht zu genießen. Kommen Sie also nicht aus der Puste, es erwarten uns das Sanktuarium und die Burg von Cullera.
Wir setzen unseren Weg jetzt fort. Es ist Zeit für eine weitere Legende, eine Legende, die unsere Phantasie beflügeln und uns in eine längst vergangene Zeit voller Magie und Zauber versetzen soll.

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18) Die Legende der Burg

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Außer del Legende des Santa Ana Turms und jener, die noch über die Heilige Maria der Burg erzählt werden soll, so hat auch die Burg eine eigene Legende. Diese ist womöglich der Tatsache zu verdanken, dass die Eroberung der Stadt durch Jakob I. sehr viele unbeantwortete Fragen aufwirft.
Es wird erzählt, dass Jakob I. 1235 die Stadt nicht erobern konnte. Der Grund: Es waren keine abgerundeten Steine zu finden, um sie mit Bliden und anderen Wurfwaffen abzufeuern. Magische Kräfte sollen auf geheimnisvolle Weise sämtliche Steine versteckt haben, und dem König blieb nichts weiter übrig als die Belagerung der Burg aufzuheben. Erst im Jahre 1239 sollte es dem König gelingen, die Burg zu erobern. Himmlische Kräfte sollen dem König letztendlich zur Seite gestanden haben, eine Legende, die durch die Anwesenheit eines Engels verstärkt wird, der seine ausgebreiteten Flügel schützend auf dem Wappen der Stadt ausbreitet.
Das Unvermögen des Königs, die Stadt im Jahre 1235 zu erobern, scheint der Legende zugrunde zu liegen. Die Einwohner von Cullera und Umgebung flohen hinauf zur Burg, um dort den Angriff heil zu überstehen. Obgleich Jakob I. Katapulte verwendete, erreichten die abgefeuerten Projektile nicht die notwendige Höhe und konnten ebenso wenig nicht über beide Verteidigungsringe geschossen werden. Und auch der König selbst legt in einer Chronik Zeugnis über den Grund seines Versagens ab. Es konnten keine Steine gefunden werden, um sie als Projektile zu verwenden. Jakob I. muss sich der Schwierigkeiten, die ihn erwarteten, allerdings bewusst gewesen sein. Die Katapulte und Projektile zur Burg hinauf zu befördern war das größte Problem, und des Königs Plan war im Vorhinein zum Scheitern verurteilt. Das schwierige Gelände und der Mangel an Männern und Nahrung bewirkten, dass dem Monarchen die Zeit regelrecht davonlief. Dem König muss es zweifellos schwergefallen sein, sich sein Versagen einzugestehen. Die einfachere Lösung war somit, alles auf den Mangel von Steinen zu schieben.
1239 glückte dem König letztendlich die friedliche Eroberung der Burg. Das Ziel war somit erreicht, und man konnte ruhig darauf verzichten, näher auf die Infrastrukturprobleme einzugehen, aufgrund derer der erste Eroberungsversuch im Jahre 1235 einfach nicht glücken wollte.

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19) Das Sanktuarium der Virgen del Castillo

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Unser Aufstieg im Zickzack endet am Sanktuarium der Virgen del Castillo, der heiligen Maria der Burg. . Wir können nun wieder zu Atem kommen, Wasser trinken und die frische Meeresluft, die nach Rosmarin riecht, einatmen. Bevor wir das Sanktuarium besuchen, sollten wir uns auch die Zeit nehmen, um uns die Landschaft genauer anzusehen.
Während wir unseren Blick schweifen lassen, sollen wir auch hier von einer Legende erfahren, die von der heiligen Maria der Burg berichtet. Ein Hirte weidete mit seinen Schafen am Steilhang der Einsiedelei von Santa Marta und hörte ein Geräusch, das von einem Felsen in der Nähe einer Höhle kam. Er näherte sich vorsichtig und fand zwei Bildnisse der heiligen Maria. Eines der Bildnisse, dem ein Arm fehlte, wurde den Geistlichen von Cullera anvertraut. Das andere wurde in die Pfarrei von Utiel geschafft. Als jedoch am folgenden Tag die Messe in beiden Ortschaften gehalten wurde, entdeckte man, dass beide Bildnisse auf wundersame Weise ausgetauscht worden waren. Das Bildnis, dem ein Arm fehlte, fand sich somit in Utiel wieder und das vollständige in Cullera.
Das Bildnis der Virgen del Remedio ist von reduzierter Größe und ist der heiligen Maria der Burg, die etwas größer ist, sehr ähnlich. Höchstwahrscheinlich sind beide Bildnisse derselben Meisterhand zu verdanken.
Das Sanktuarium der Virgen del Castillo, das der Schutzheiligen von Cullera, der Virgen de la Encarnación, geweiht ist, befindet sich neben der Burgfestung, und mit seiner Errichtung verschwand die albacara der Burg. Es entstand zwischen 1891 und 1897 in neobyzantinischem Stil und wurde bis zum Jahre 2007 von einer Gemeinschaft von Franziskanerbrüdern bewohnt. Eine Keramikplatte belegt, das der Bau des Sanktuariums größtenteils den Dorfeinwohnern zu verdanken ist.
Stolz erhebt sich ein Glockenturm, dessen Kuppel mit glasierten Ziegeln kupferfarbigen Schimmers bedeckt ist. In der Eingangshalle sind mehrere Keramikretabel aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu sehen, die aus der ehemaligen Einsiedelei stammen. Im Presbyterium befindet sich der Schrein mit einem Thron und einem Bildnis der heiligen Maria aus dem 15. Jahrhundert.
An dieser Stelle sei daran erinnert, dass am Samstag nach Ostern an diesem Ort die Baixá stattfindet, wenn das Bildnis der Schutzheiligen den Kreuzweg zurücklegt und hinab in die Stadt gebracht wird. Es werden Kerzen entzündet, und die traditionellen Tänze begleitet die Musik der Schalmei und der Trommel.
Ein Besuch lohnt sich besonders, um diese Feier miterleben zu können. Notieren Sie also ruhig in ihrem Terminkalender dieses Datum: erster Samstag nach Ostern, die Baixá. Dieses Fest, in dem Moderne und Tradition Hand in Hand gehen, ist überall bekannt und wird Sie nicht enttäuschen. Religion und Aberglaube, respekterfülltes Schweigen und lautes Krachen von Raketen, die feierliche Seeprozession bei Tagesanbruch und andere Feste und Feiern vermischen sich hier so bunt, dass ein jeder auf seine Kosten kommt.
Es folgt nun der nächste Punkt unserer Route, der wie alle anderen nicht nur von Interesse sein soll, sondern auch Ihre eigene Vorstellungskraft ankurbeln soll. Es wartet die Burg und die Geschichte, die sich hinter ihr verbirgt.

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20) Die Burg von Cullera

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Die Burg ist zweifellos das emblematische Baudenkmal von Cullera und der Ribera Baja Gegend des Júcar und wurde zum Nationaldenkmal und Gut von kulturellem Interesse erklärt. Mit dem Bau der Bug wurde im 10. Jahrhundert begonnen, zu Zeiten des Kalifats von Córdoba. Die Burg entstand auf den Überresten älterer Bauten und sollte eine klare Verteidigungs- und Überwachungsfunktion erfüllen. So wurde nicht nur die Mündung des Júcar sondern auch Valencia vom Süden her geschützt.
Die Burg lag somit am Mittelmeer, direkt am Golf von Valencia und am Ufer des Júcar, und verfügte so, insbesondere in der Vergangenheit, über eine strategisch sehr günstige und wichtige Lage.
Dieser Festungsbau, Nationaldenkmal und Gut von kulturellem Interesse, bringt was Entstehungszeit und Bauform betrifft sehr verschiedene Bauelemente zusammen. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Burg über eine lange Zeitspanne hinweg von verschiedenen Eigentümern benutzt wurde. Nach der Eroberung von Cullera kam die Hälfte der Burg in den Besitz Jakob I., die andere Hälfte erhielt der Hospitalorden, Jahre später Alleinbesitzer der Burg. Letztendlich ging die Burg in den Besitz des Ordens von Montesa über. Umbauarbeiten, Restaurierungsarbeiten und Erweiterungen haben das Bild der Burg stets verändert und unübersehbare Spuren hinterlassen.
Bevor mit der ausführlichen Beschreibung der Burg begonnen wird, sollten wir auf dem Vorplatz Halt machen und unseren Blick über die ganze Bucht und die Küste schweifen Lassen – bei klarem Wetter reicht der Blick bis Denia und Montgó. Zu sehen sind auch die Mündung des Júcar, Penyeta del Moro, die Gemüsegärten, die Estany Lagune und der Marenyet Turm, der die Bevölkerung vor den Angriffen der Berber schützen sollte.
Von der ersten, ursprünglichen Burg sind kaum noch Überreste erhalten, und die wenigen, die noch zu sehen sind, entsprechen Mauer- und Turmresten, die über den ganzen Berghang zerstreut sind oder bei Umbauarbeiten entsprechend wiederverwendet wurden. Die erste albacara nahm einst einen Teil des Raums ein, wo sich heute das Sanktuarium befindet. Die heutige Burg ist das Resultat mehrerer Umbau- und Renovierungsarbeiten, die seit der Eroberung durch das Christentum bis zur Gegenwart durchgeführt worden sind. Der von Mauern umgeben Teil verfügt über fünf Türme, die sehr nah beieinander stehen und somit den Eindruck eines soliden und stabilen Baus vermitteln. Da wären der Donjon, auch Torre Mayor genannt; der daran angebaute Bastionsturm aus dem 16. Jahrhundert, in dem Artillerie untergebracht wurde, es folgen die Türme namens torre Blanca oder auch Cuadrada und Cap d’Altar, ein runder Turm, der in der Maurenzeit entstand und in dem das Retabel der heiligen Maria gefunden wurde und zu guter Letzt der Raspatller Turm, ebenfalls muslimischen Ursprungs, der den Haupteingang in den zweiten Verteidigungsring bewachte.
Sämtliche Verteidigungselemente wurden um den Waffenhof herum angelegt. Der Hof wurde vor kurzem restauriert und wird auch Zisternenhof genannt, da sich dort zwei unterirdische Wasserspeicher befinden, die mit Kreuzgratgewölben überdeckt sind. Von den verschiedenen Aufenthalts- bzw. Wohnräumen, die erhalten geblieben sind, muss insbesondere die Kapelle aus dem 16. Jahrhundert l-förmigen Grundrisses erwähnt werden, die mit Kreuzrippengewölben überzogen ist.
Stadt und Burg schützte eine Verteidigungslinie, die entlang des Berghangs verlief und die albacara umschloss. Diese Mauer wurde aus einer Mischung aus Kalk und Steinen errichtet und verfügte über mehrere Türme, die wahrscheinlich alle einen viereckigen Grundriss besaßen. Einzige Ausnahme war ein achteckiger Turm, auch Escipiones Turm genannt. Letztere Bezeichnung rührt von der Tatsache, dass in der Nähe dieses Turms mehrere römische Münzen gefunden wurden. Die Ruinen dieses Turms erheben sich noch heute stolz und einsam am Berghang. Dort begann auch der Verlauf der 2 m dicken Mauer, die sämtliche Verteidigungstürme des zweiten Verteidigungsrings der Burg miteinander verband und zwar die Torre Desmochada, die Torre del Racó auch Salut genannt, die Torre Miranda und, zu guter Letzt, der Turm der Maurenkönigin.
Während des Karlistenkriegs, aus Angst vor einem Angriff des karlistischen Generals Cabrera, entstand eine weitere Verteidigungslinie aus festem Mauerwerk, mit Schießscharten und Erkertoren, die den Namen la línea erhielt. Diese sollte den Zugang vom Norden aus, von Valencia nach Cullera gewährleisten. Die Konstruktion wurde allerdings nie verwendet, daher ist der Teil namens l´Alt del Fort noch in sehr gutem Zustand. Und auch die mittelalterlichen Mauern der Burg wurden verstärkt und mit Schießscharten und Erkertoren für die Infanterie versehen.
An dieser Stelle sei gesagt, dass man vom zuvor erwähnten Fort einen wunderbaren Ausblick genießen kann. Das Fort ist von der Burg aus sehr einfach zu erreichen, und von dort aus kann man die Nord- und Südküste von Cullera betrachten, und auch die Altstadt, die bestellten Reisfelder, die Orangenbäume und sogar die Ortschaften Sueca und Favara. Nicht umsonst wird dieser Aussichtspunkt der Balkon des Júcar genannt.
Die Burg von Cullera gehört heute der Stadt und befindet sich nach ihrer Restaurierung in sehr gutem Zustand und steht daher zum Besuch offen.
Wir verlassen dir Burg nun über denselben Weg über den wir heraufgekommen sind und machen uns auf in die Straße namens Calle del Calvario Wir werden so denselben Weg zurücklegen wie die Bürger von Cullera am ersten Samstag nach Ostern bei der Baixá, wenn die Schutzheilige hinab in die Stadt gebracht wird.

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21) Der Stadtmarkt und der Luftschutzkeller

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Im Barrio del Pozo schlagen wir nun die calle del Calvario ein, die uns zur hinteren Eingangstüre des Markts und den umliegenden Gärten führt, der nächste Punkt unserer Route.
Der Stadtmarkt befindet sich auf der Plaza de la Virgen, dem Platz der heiligen Maria, und ist ein wunderbares Beispiel für den eklektischen Stil der valencianischen Architektur. Er setzt sich aus vier Pavillons zusammen, die auf einem griechischen Kreuz voneinander getrennt angeordnet sind. Die Spazierwege und Gärten werden zu einem wunderbarem Raum, der zur Entspannung einlädt und zudem noch einen praktischen Nutzen hat, da hier sämtliche Lebensmitteleinkäufe erledigt werden können. Zwei der Pavillons haben übrigens einen besonderen Verwendungszweck gefunden und werden als Kulturräume verwendet. Im Auditorium laden die Symphonieorchester der Stadt, das Ateneo Musical und das Santa Cecilia zu ihren Konzerten ein, und in der Mehrzweckhalle werden verschiedene Kultur- und Freizeitevents veranstaltet. Der Markt, seine Gärten und Umgebung sind zweifellos das wahre Herz der Stadt.
Das damals noch befestigte Cullera erhielt 1320 unter Jakob II. die Genehmigung, um jeden Freitag einen Markt zu veranstalten. Dieses Privileg gewährte den Händlern, die am Markt teilnahmen, sicheres Geleit, solange es sich nicht um Übeltäter oder Räuber handelte.
Der Markt, den wir heute betrachten können, ist dem Architekten Luis Ferreres zu verdanken, entstand zwischen 1896 und 1900 und gliedert sich in drei verschiedene Räume, um sich so den Unebenheiten des Geländes besser anpassen zu können. Die Fassaden sind aus nacktem Ziegelstein, und den abgeflachten Eingängen der Pavillons sind dreieckige Giebel aufgesetzt. Neben den Giebeln befinden sich Seitenterrassen mit Brüstung, Sockeln und Geländern. Die vier Pavillons sind mit Giebeldächern überzogen, die auf Gusssäulen ruhen. Die Eisengitter ruhen auf Säulen aus Ziegelstein.
Das Gebäude ist trotz der durchgeführten Umbauarbeiten seinem ursprünglichen Design treu geblieben, eine viereckige Oberfläche, in deren Mitte sich zwei Wege schneiden. Zwei der Pavillons sind, wie bereits erwähnt, dem Verkauf von Lebensmitteln gewidmet. Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Obst und Gemüse. Die anderen zwei Pavillons haben einen kulturellen Verwendungszweck. In Cullera is die heilige Maria der Burg seit Menschengedenken allgegenwärtig. Und so heißt der ganze Raum, auf dem sich der Markt befindet, plaza de la Virgen, Platz der heiligen Maria, im Volksmund auch moreneta, die Braune genannt.
Dank der zuvor erwähnten königlichen Genehmigung, findet hier noch immer jeden Donnerstag ein Wochenmarkt statt, der Leute und Verkäufer aus der ganzen Umgebung scharenweise heran lockt. Im Sommer findet dieser Markt auch freitags von 18.00 bis 22.00 Uhr statt, eine weitere Gelegenheit für Einwohner und Besucher, ihre Einkäufe zu erledigen.
Unterhalb des Auditoriums und der Mehrzweckhalle befindet sich der Eingang in den Luftschutzkeller,der sich direkt unter dem Markt befindet und über zwei Stollen verfügt. Dieser ist einer von vier Luftschutzkellern, die während des spanischen Bürgerkriegs in Cullera erbaut wurden, da diese Gegend zahlreichen Bombenangriffen standhalten musste. Obgleich dieser Luftschutzkeller nicht fertig gebaut und nie verwendet wurde, werden heute im Stollen Nr. 1 didaktisierte Besuche organisiert, die die Teilnehmer einmal anders an das Cullera des Bürgerkriegs und seinen geschichtlichen Kontext heranführen sollen. Im Stollen Nr. 2 ist hingegen eine Ausstellung über die Entstehung des Markts untergebracht,und gelegentlich werden andere Fotografie oder Kunstausstellungen organisiert.
Hier endet unser Besuch. Wir verlassen nun den Markt durch den Haupteingang und schlagen die doctor Alemany Straße ein und machen uns auf in Richtung Fluss.

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22) Der Sitz der Musikgesellschaft Ateneo Musical

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Die Musikgesellschaft Ateneo Musical befindet sich in der Hausnummer 15 der gleichnamigen Straße. Sie wurde 1896 gegründet und gilt als einer der prestigereichsten Verbände in der ganzen Comunidad Valenciana.
Die Gesellschaft der pirris, so werden die Mitglieder dieses Verbands genannt, hat ihren Sitz in einem Neubau aus dem Jahre 1974, der 1992 einige Umbauarbeiten erfuhr. Das Gebäude verfügt über zwei Stockwerke, und der Abschluss der Fassade ist aus Marmor und nacktem Ziegel. Bautechnisch hat das Gebäude keinerlei Besonderheiten vorzuweisen, umso wichtiger ist hingegen die hohe Anzahl von programmierten Aktivitäten, die bewirken, dass dieser Verband einen vorzüglichen Ruf auf nationaler und sogar internationaler Ebene genießt.
Den ursprünglichen Orchestern, Symphonieorchester und Jugendorchester wurden auch ein Kinder- und ein Kammermusikorchester und die Pirri Jazz Band hinzugefügt, letztere im Jahre 2004.
In Cullera hat man eine klare Vorliebe für Musik ,und für alle Stadtbürger und Mitglieder der verschiedenen Musikgesellschaften, sei es die Ateneo Musical oder die Santa Cecilia ist nur eines klar: die Musiknoten und der Klang der Musik besänftigen den Charakter der Menschen mit ihrer Harmonie.
Und hier endet unsere Route. Die Orte, die wir besucht haben, sind nun Teil unserer Erinnerungen, Erinnerungen, die uns geduldig begleiten werden, während wir über die Avenida del País Valenciano, zum Andrés Piles Platz zurückkehren. Dieser Boulevard diente Luis Ferreres als Orientierungsachse für die Erweiterung der Stadt, die das moderne Cullera ins Leben rief.

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23) Einleitung: Von der Stadt zum Leuchtturm

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Die Begriffe Leuchtturm und Cullera sind quasi synonym und einfach nicht voneinander zu trennen.

Ist vom Leuchtturm die Rede, so ist von vielerlei die Rede: von wunderbaren Ausblicken, sauberen Stränden, versteckten Buchten, vom Piraten Dragut, von Legenden, von Tiergattungen die unter Naturschutz stehen, von Anglern und Tauchern, vom Wassersport allgemein und, warum auch nicht, von wunderbaren Restaurants, in denen zahlreiche Fisch- oder Reisspeisen verkostet werden können, z.B. paellas, Senyoret-Reis, al all-i-pebre, espardenyà, suquet de peix oder auch fideuà. Und als Beilage – ein bisschen Meeresbrise und eine überwältigende Landschaft rundherum.

Der Leuchtturm und seine Umgebung sollten als ein Ort der Entspannung verstanden werden, an dem man in aller Ruhe und Gemütlichkeit spazieren gehen kann. Die Einwohner dieser Gegend können dieser Stille allerdings jederzeit entfliehen. Und das ist auch das Besondere: Trotz der Abgeschiedenheit ist man im Grunde nicht so weit von der Stadt entfernt und kann sich jederzeit unter die Leute mischen und am regen Kommen und Gehen teilhaben, sei es um abends auszugehen oder schlicht und einfach ein wenig Kultur zu tanken.

Die Strecke bis zum Leuchtturm kann man mit dem Auto zurücklegen und sollte man besonders fit sein, so kann man sich auch für das Fahrrad entscheiden oder zu Fuß herauf marschieren. Unsere Empfehlung ist es allerdings, den Bus zu nehmen. Die Strecke wird vom Unternehmen Miguel Ribera, Autocares S.L. Befahren, und eine Haltestelle befindet sich am Andrés Piles Platz, dem Ausgangspunkt all unserer Routen durch Cullera. In diesem Fall steigen wir an der Haltestelle der calle Maestro Joaquín Rodrigo Vidre aus, gegenüber der Tourist Info Faro, die allerdings nur im Sommer geöffnet ist. Unsere Route zum Leuchtturm beginnt und endet auch an dieser Stelle.
Voller Elan und Entdeckungslust beginnen wir diese neue Route, die uns an erster Stelle zu einem Strand namens Los Olivos führen wird. Rechts von der Haltestelle, wo wir ausgestiegen sind, und gegenüber der Tourist Info Faro schlagen wir die calle del Marqués de la Romana ein, die uns zur plaza Isla de los Pensamientos führen wird.

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24) Der Los Olivos Strand

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Los Olivos ist ganze 500 m lang und ungefähr 60 m breit und zeichnet sich insbesondere durch seine ruhige und vertraute Atmosphäre aus. Der Strand befindet sich zwischen dem Strand Cap Blanc und jenem des Leuchtturms, und zu jeder Seite umschließen seine Gewässer jeweils eine Mole. Es entsteht so eine kleine wunderschöne Bucht mit einem feinen Sandstrand, wo weder Wind noch Meeresströmungen den Besucher stören. Die Reinheit der Gewässer bestätigt die blaue Flagge und was den Strand selbst betrifft, so verfügt dieser über alles Notwendige: Stege, Brunnen zum Füße abspritzen, Strandbars mit jungem Ambiente, Ausrüstung für Sport- und Freizeitaktivitäten, Toiletten, Behinderten-Zufahrten, Sanitätsposten und Rettungsdienst, Sonnenschirme, Restaurants und Hotels – ein Service der kaum zu übertreffen ist.

Zahlreiche Familien wählen diesen Strand, Los Olivos, für ein Sonnenbad oder ein Bad im Meer. Wie die restlichen Strände kann auch dieser sehr leicht erreicht werden, sowohl von Besuchern, die in den umliegenden Hotels untergebracht sind, wie auch von den Anliegern selbst.

Unterwegs zum Aussichtspunkt namens Isla de los Pensamientos soll uns erneut eine Legende begleiten. Diese erzählt wie unter Philipp III. die Vertreibung der Morisken angeordnet wurde und den Mauren keine andere Wahl blieb,als sich nach Afrika aufzumachen.Sie stachen auf einer kleinen Insel zur See, die heute allerdings Teil des Festlands ist, und auf die wir später noch unseren Fuß setzen sollen. Dort grübelten die Mauren über die unsichere Zukunft nach, die sie erwartete, und weinten ihrer jahrhundertelangen Geschichte auf der Halbinsel nach. Die Legende besagt, dass der Name der Insel, wo sie sich einschifften, auf diese Tatsache zurückzuführen ist. Isla de los Pensamientos bedeutet nämlich so viel wie Insel der Gedanken, Gedanken, in denen die vertriebenen Mauren schweiften. Es erwartet uns nun eine einmalige Landschaft, die wir vom Aussichtspunkt aus bewundern werden können.

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25) Der Aussichtspunkt Isla de los Pensamientos

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Der Aussichtspunkt und das umliegende Gelände waren einst eine Insel in Küstennähe, die dem Meer vom Menschen abgewonnen und dem Festland einverleibt wurde. Am unteren Teil befindet sich der Strand Los Olivos, den wir gerade besucht haben. Weiter oben, nördlich, in Richtung des Strands des Leuchtturms, befindet sich eine steile Felswand.
Vom Aussichtspunkt aus kann man die ganze Bucht überblicken, die Bahía de los Naranjos, auf Deutsch die Orangenbaumbucht. Schauen wir genauer hin, so können wir verschiedene Strände erblicken, die sich bis zur Mündung des Júcar erstrecken.Unser Blick reicht sogar noch weiter. In südlicher Richtung kann man bei klarem Wetter sogar die Küste vor Denia und die unverwechselbare Menschenkopfform des Montgó erspähen. Lassen wir unseren Blick nach oben schweifen, können wir die senda de la Lloma, die Landstraße Pr CV 336 ausfindig machen, die sich um die ganze Bergspitze windet.
Die Kamera sollten wir bereit halten, während wir die paar Treppenstufen hinauf zum nächsten und kleineren Aussichtspunkt nehmen. Von dort werden werden wir eine besonders gute Sicht von den Felsenbuchten haben können. Dort werfen die Fischer geduldig ihre Angeln aus in der Hoffnung auf einen besonders guten Fang wie z.B. einen Goldbrassen, eine Wolfsbarsch, einen Geißbrassen oder einen Rochen. Andere nehmen natürlich auch mit weniger Vorlieb wie einem Knochenfisch oder einer Bernsteinmakrele, im Volksmund golfàs genannt.
Die Treppen führen noch weiter nach oben, bis zum Orión Gebäude und dem nächsten Punkt unserer Route, dem Strand am Leuchtturm. Während wir unseren Weg also fortsetzen, erstreckt sich das Meer zu unserer Rechten, und wir können eine Promenade namens Paseo de la Farola und einen Wellenbrecher erblicken. Der perfekte Ort, um das Meer zu betrachten, wenn es aufgewühlt und voller Kraft gegen die Felsen schlägt. Bei schönem Wetter empfiehlt es sich dort zu tauchen oder zu schnorcheln.

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26) Der Strand am Leuchtturm

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Wir befinden uns an einem einzigartigen Ort, da dieser kleine und einladend wirkende Strand am Leuchtturm sich direkt an die Felsenküste anschließt. Es ist tatsächlich der einzige Ort in ganz Valencia, an dem der Sand des Strandes nahtlos in die Felsen übergeht, gegen die die Wellen des Meers prallen.
Nur 140 m lang und 18 m breit, dies ist der Lieblingsstrand von vielen teils, weil er sehr leicht zu erreichen ist und jeglichen Service zu bieten hat, teils, weil er ein wenig versteckt liegt und immer sehr sauber ist. Und abgesehen davon ist die Wahl des einen oder anderen Strandes immer etwas sehr Persönliches.
Vom Strand führt eine Treppe in die Manuel Garcés Straße, über die wir auf den doctor Fleming Platz gelangen. Eine weitere Treppe führt uns von dort zum nächsten Punkt unserer Route, der Museumshöhle Dragut.
Es erwartet uns seine interessante Mischung von Geschichte und Legende.

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27) Die Museumshöhle des Piraten Dragut

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Das Übel der Piraterie war für das ganze 16. Jahrhundert kennzeichnend. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts waren die Angriffe und Plünderungen durch Türken und Berber an verschiedenen Punkten der Halbinsel eine Konstante. Und am 25. Mai 1550 war Cullera an der Reihe und fiel dem Türken Dragut, Barbarossas Unterbefehlshaber, zum Opfer. Der Pirat leitetet einen Überraschungsangriff auf die Stadt ein und machte sich mit einer großen Beute und jeder Menge Gefangener davon. Auch die zur Verteidigung der Stadt gerufenen Truppen konnten die Situation nicht retten. Der Pirat Dragut forderte Lösegeld für die Freigabe einiger Geißeln und besserte so die bereits errungene Beute entscheidend auf. Cullera blieb daraufhin entvölkert und leer zurück, zu groß war die Angst vor weiteren Angriffen. Erst durch die Verbesserung der Verteidigungsbauten und -systeme kehrte der normale Alltag wieder für die Einwohner ein, die so wieder in Sicherheit leben konnten.
Die Geschichte des Piraten Dragut ist, wie es nicht anders sein konnte, zum Stoff einer Legende geworden.. In dieser Höhle sollen die in Geiselhaft gehaltenen Gefangenen nämlich freigekauft worden sein. Und heute bfindet sich hier eine Ausstellung, die, natürlich! Der Piraterie im 16 Jahrhundert gewidmet ist.
Der Museumsbesuch beginnt mit einem Diorama, auf dem das Cullera aus dem Jahre 1550 zu sehen ist. Es handelt sich tatsächlich um das einzige Museum in ganz Spanien, das der Piraterie gewidmet ist. Als Leitfaden der Ausstellung dient die Figur des Piraten Dragut und sein Überfall auf die Stadt, obgleich die Ausstellung mehrere Aspekte aufgreift wie z.B das Alltagsleben der Einwohner des Mittelmeerraums, die verschiedenen Religionskonflikte, die Inquisition und ihre Folterinstrumente und die Anwesenheit von Piraten und Freibeutern.
Im letzten Ausstellungsabschnitt befindet sich eine einzigartige Sammlung von Schifffahrtsinstrumenten aus dem 16. Jahrhundert, die dank der Astronomie und der in der Kriegskunst erzielten Fortschritte mittels der Einführung der Artillerie entwickelt werden konnten. Besonders erwähnenswert ist der Nachbau einer Brigg, ein schnelles und effektives Freibeuterschiff. Hinzu kommen Land- und Schifffahrtskarten, historisch bedeutende Schriftstücke, Kleidungsstücke und Münzen.
Nachdem wir mehr über die Piraterie und die technischen Fortschritte in der Schifffahrt erfahren haben, setzen wir unseren Weg fort. Außerhalb der Höhle führt uns links eine Treppe hinab zur Kirche am Leuchtturm, die dem Märtyrer St. Vinzenz geweiht ist, und zur Einsiedelei los Navarros führen wird.

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28) Die Einsiedelei los Navarros

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An dieser Stelle muss vorsichtshalber erwähnt werden, dass die nächsten Punkte unserer Route nicht ganz einfach zu erreichen sind, insbesondere für Rollstühle und Kinderwagen. Die San Vicente Kirche, eine moderne Konstruktion und Teil des Jakobswegs, die auf unserem Weg zur Einsiedelei liegt, kann hingegen problemlos erreicht werden Eine Erklärung für den Namen der Kirche hat übrigens erneut eine Legende parat.Stadthalter Dacian ließ Vinzenz bis zum Tode foltern. Der Leichnam des Heiligen wurde daraufhin verstümmelt in eine Ochsenhaut eingenäht, die mit einem Mühlstein beschwert ins Meer geworfen wurde. Daher heißt dieser heilige auf Spanisch auch San Vicente de la Rueda, der heilige Vinzenz vom Rad. Die sterblichen Überreste wurden von den Meeresströmungen schließlich an den Strand von Cullera gespült und von einer Christin namens Ionicia gefunden und beigesetzt. Und so begann der Kult des heiligen Vinzenz in Cullera.

Und schon sind wir an der Einsiedelei San Fermín de los Navarros, oder kurz nur los Navarros, angekommen. Die zahlreichen Einsiedeleien und bescheidenen Kapellen, die über den ganzen Landstrich zerstreut sind, machen tatsächlich einen großen Teil des kulturellen und historischen Erbes von Cullera aus. In einer Einsiedelei, die den Heiligen Abdon und Sennen geweiht ist, ist übrigens ein Museum über den Reisanbau untergebracht. Es ist zwar nicht Teil unserer Route, sehr wohl aber einen Abstecher wert.

Nun aber zurück zu unserer Route. Die Einsiedelei Los Navarros verdankt ihren Namen dem Mann, der sie erbauen ließ, Nazario Carriquiri, einem Geschäftsmann aus Navarra. Er brachte auch seine eigenen Arbeiter mit, die mit dem Bau eines Hafens an der Reede von Cullera betraut wurden. Diese Einsiedelei weiß getünchten Mauerwerks stammt aus dem 19. Jahrhundert und erfuhr einige Restaurierungsarbeiten. Sie verfügt über drei Zeltdächer aus Ziegel und ihr mittlerer Raum, der mit einem mit Kragsteinen verzierten Karnies versehen ist, überragt die restlichen Räume. Die abgeflachte Eingangstüre ist mit einer halbkreisförmigen Nische versehen. Als Abschluss dient dem Bau ein Glockengiebel auf dem Dach.

Wir gehen nun links an der Einsiedelei vorbei und schlagen einen Weg ein, der sich hinter dem Gebäude befindet und uns zum nächsten Punkt unserer Route führen wird, dem kürzlich restaurierten Aussichtspunkt Cap del Faro.

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29) Der Aussichtspunkt Cap del Faro

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Wie bereits erwähnt erreicht man diesen Punkt über einen kleinen Pfad, der an der Einsiedelei Los Navarros beginnt und sich entlang der Steilküste erstreckt. Dies führt uns vor Augen, dass die Einsiedelei und dieser Pfad für Überwachungszwecke besonders gut geeignet waren, um möglichen Angriffen, die vom Meer kamen, vorbeugen zu können. Neben dem Aussichtspunkt befand sich einst auch ein Überwachungsturm aus dem 16. Jahrhundert, ein Turm namens Cap del Far, der allerdings während des spanischen Bürgerkriegs zerstört wurde.

Während des Bürgerkriegs entstanden allerdings mehrere Konstruktionen: zwei Batterien für die Verteidigung der Küste, zwei unterirdische Stollen und ein Turm, der der Lüftung diente und über den auch Munition hinauf befördert wurde. Diese Bauten befinden sich heute in einem verwahrlosten Zustand, der allerdings dank verschiedener Restaurierungsprojekte behoben werden soll.

Vom Aussichtspunkt aus können wir nördlich einen Spazierweg, den paseo de La Farola, erkennen, über den wir das Kap erkunden und zum Leuchtturm spazieren können. Südlich befindet sich ein Strand, ebenfalls La Farola genannt. Und dazwischen? Das Meer, so weit das Auge reicht. Der perfekte Ort, um zu tauchen oder zu schnorcheln.

Den besonderen Klimabedingungen der Gegend sind verschiedene Pflanzen und Baumsorten zu verdanken wie z.B. Aleppo-Kiefern, Kermes-Eichen, Mastixsträucher, Zwergpalmen oder auch Thymiane.

Nachdem wir diese Landschaft in all ihrer Schönheit genossen haben, schlagen wir erneut den Weg ein, der uns zurück zur Einsiedelei los Navarros führt. Von dort geht es zur Straße des Leuchtturms, vorbei an einem Gebäude namens Cala Rocosa, woraufhin wir die calle de la Farola nehmen und die ganze Küste entlang spazieren, bis wir den nächsten Punkt unserer Route erreichen: den Leuchtturm von Cullera.

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30) Der Leuchtturm von Cullera

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Der Leuchtturm von Cullera befindet sich an einem Ort namens Punta del Faro, auf Deutsch die Leuchtturmspitze. In ganz Valencia gibt es übrigens nur noch zwei dieser Türme. Der Bau verfügt über einen runden Grundriss und drei Maueröffnungen, ist aus Werkstein hergestellt und ganze 16 m hoch. Die Lampe wurde am 1. August 1858 in Betrieb genommen, und der Lichtkegel erhebt sich ganze 27,90 m über dem Meeresspiegel.

Der Turm ist das Resultat mehrerer Umbauarbeiten, die ab den 60er Jahren durchgeführt wurden, obgleich sein Erscheinungsbild und seine Struktur noch dem Originalentwurf entsprechen. Der Leuchtturm kann aus Sicherheitsgründen nicht besichtigt werden, daher müssen wir uns wohl damit abfinden, ihn nur von außen zu sehen. Links neben dem Leuchtturm führen uns eine paar Stufen zu einem Mikroreservat von einem besonderen Strandflieder, der Limonium dufourii, eine kleine immergrüne Pflanze, deren lanzettenförmige Blätter eine Rose bilden. Diese heute nur noch selten vorkommende Pflanze war einst überall an den Salzteichen der Küste von Valencia und Castellón anzutreffen.

Das Verschwinden der Pflanze ist auf die Bebauung des Küstenstreifens zurückzuführen, die in den letzten Jahrzehnten das Landschaftsbild entscheidend verändert hat. Das Phänomen der massiven Bebauung ist zweifellos die größte Bedrohung für die Limonium dufourii. Die Einrichtung eines Mikroreservats, wo wir uns jetzt befinden, kam als die Rettung schlechthin.

Folgen wir dem Pfad, der uns nun zum Aussichtspunkt Dosel führen wird.

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31) Der Aussichtspunkt Dosel

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An diesem Punkt sticht uns vermutlich sofort die Bronzeskulptur einer Meerjungfrau ins Auge. Im Norden sind gleich mehrere Strände zu erblicken: Dosel, Mareny de Sant Llorenç, es folgen Mareny Blau, Perelló, el Perellonet und el Saler. Auch ein Dünenring ist zu sehen, Teil des Albufera Naturparks.
Im Süden ist der Leuchtturm mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, jener Leuchtturm der die Schiffe sicher über das Meer leitet.
Zurück zu unserem Ausgangspunkt kommen wir erneut am Leuchtturm und der calle de la Farola vorbei. Am Cala Rocosa Gebäude geht es links ab, und schon sind wir wieder an der Einsiedelei los Navarros. Von dort geht es die Treppen hinunter zur Museumshöhle Dragut. Eine Straße namens Nuestra Señora del Carmen führt uns zurück zur Bushaltestelle gegenüber der Tourist Info Faro, an der Ecke zur Maestro Chornet Strasse. Mit dem Bus können wir nun zurück zum Andrés Piles Platz fahren, dem Ausgangspunkt unserer Route.
Unser Spaziergang durch die abwechslungsreiche Landschaft, die den Leuchtturm umgibt, ist nun zu Ende. Wir können jetzt eine kleine Pause machen und ein Erfrischungsgetränk zu uns nehmen, um neue Kräfte zu tanken. Zurück bleiben endlose Strände, die Kliffküste und das Brausen des Meers.

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32) Einleitung. Die Strände von Cullera

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Ist von Cullera die Rede, so müssen auch seine Strände erwähnt werden – die Strände in der Gegend des Leuchtturms wurden ja schon auf anderen Routen des Audioguides erwähnt. Und nun sind die in der Stadt dran; Strände, die einfach nicht wegzudenken sind und seit jeher ein fester Teil des Stadtbilds gewesen sind. Von den Straßen namens Caminàs und Cabañal oder dem Blasco Ibáñez Boulevard kann man bereits die Strände erspähen. Strände, die sich im Laufe der Zeit verändert haben, – zum Guten natürlich. Die Strände von Cullera sind heute Synonym für einen sicheren Tourismus von Spitzenqualität, dessen weites Angebot überzeugt und sogar den anspruchsvollsten Besuchern einen angenehmen Aufenthalt garantiert.

Die feinen und weiten Sandstrände von Cullera mit sacht zum Meer abfallenden Hügeln sind seit jeher ein beliebtes Urlaubsziel gewesen; nicht nur für die Einwohner aus der Umgebung. Viele Besucher kommen aus auch der Stadt von Valencia und sogar aus ganz Europa.

Diese Route führt uns vom Stadtpark San Antonio bis zum Sicania-Hotel. Begleiten werden uns die Meeresbrise, das rege Kommen und Gehen der Leute im Sommer so wie einige der interessantesten Vergnügungs- und Freizeitpunkte. Gemütlich und entspannt soll dieser Spaziergang sein, geeignet für jedermann, egal wie alt.

Wir werden erneut das Gebirge und die Burg erblicken können so wie auch die Landstraße senda de la Lloma,über die wir, wann immer uns auch danach ist, hinauf zum Sanktuarium, der Burg und dem Alt del Fort gelangen können. Von dort sind der gesamte Küstenstreifen, die Bucht, Orangen- und Pinienbäume und andere Landschaftselemente zu erblicken.
Lassen Sie uns nun mit unserer Route beginnen.

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33) Der Stadtpark San Antonio

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Unsere Route beginnt wie alle anderen am Andrés Piles Platz. Von dort geht es zum Pasaje l’Ullal, wir wechseln auf die rechte Straßenseite der Avenida del País Valencià und gehen in Richtung Stadtpark San Antonio und durch das erste Eingangstor hinein.

Der Stadtpark San Antonio zeichnet sich durch seine autochtone Vegetation aus und verfügt über einen kleinen Teich und zahlreiche Spielflächen und -plätze für Kinder – Erwachsene können es sich hingegen auf einer Bank bequem machen. Im Sommer funktionieren auch Toiletten und ein Kiosk.

Die im Park gepflanzten Bäume sind für den Mittelmeerraum sehr typisch . Es handelt sich dabei um laubabwerfende Baumarten, die in Gebieten mit gemäßigtem Klima anzutreffen sind, wie die Schwarzpappel, der Johannisbrotbaum oder der Olivenbaum.

Auch großblättrige immergrüne Baumsorten warmer Klimazonen gibt es wie z.B. Palmen und Feigenbäume.

Typische Nadelgewächse, die ein kaltes Klima ertragen, wären Tannen und Kiefern.
Den Park durchkreuzen Spazierwege und zieren zahlreiche gepflasterte Plätze. Alle Pfade verlaufen auf ebenem Gelände, nur dann und wann ein kleiner Hang, um architektonische Barrieren zu überwinden. Rast gemacht werden kann auf zahlreichen Bänken, Abfallkörbe, um lästigen Müll loszuwerden, sind auch überall.

Im Park fällt insbesondere eine Statue von Juan Olivert Serra auf, ein Einwohner Culleras, der 1909 den ersten Motorflug in Spanien durchführte, und den in Cullera nicht nur Luftfahrtfans kennen.

Ganze 1 400 Sitzplätze stehen für die verschiedensten Aufführungen und Events zur Verfügung, der Park hat allerdings eine noch viel größere Kapazität, wenn man die Stehplätze berücksichtigt. Veranstaltet werden Konzerte und eine Version des deutschen Oktoberfests. Letzteres Fest ist der Städtepartnerschaft zwischen Cullera und der niedersächsischen Stadt Jever zu verdanken und gilt in Spanien inzwischen als eines der bekanntesten Feste, wenn’s um Bier geht. Alle Biersorten, die auf diesem Fest verkauft werden folgen einem Reinheitsgesetz aus dem Jahre 1516, in dem vorgeschrieben wird, dass Bier nur aus Wasser, Hefe, Malz und Hopfen hergestellt werden darf.

In diesem Park findet auch ein Freiluftkino statt, Theaterfestivals für Groß und Klein und Konzerte, sei es nun klassische oder moderne Musik, von den angesagtesten Orchestern und Bands haben hier ebenfalls ihren Platz.

Nach unserem Besuch verlassen wir den Park durch das Tor, das sich ganz am Ende der Avenida del País Valenciano befindet, und gehen zur Strandpromenade, wo wir unsere Route fortsetzen werden.

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34) El Paseo Maritimo

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El Paseo Marítimo es un paseo peatonal con cuidados jardines y zonas con palmeras que recorre la Bahía de Cullera a través de las playas del Racó, San Antonio y la Escollera, hasta llegar muy cerca de los espigones de la desembocadura del río Júcar. Los últimos proyectos pretenden que este paseo llegue hasta el Faro.

Se sitúa entre los edificios y el mar, junto a las playas, alejado un tanto del ruido de las carreteras y del resto de las vías urbanas. En realidad es uno de los tramos de paseo junto al mar más largos e importantes de la Comunidad Valenciana, lo que le permite convertirse en lugar preferente para los largos paseos que permiten mantenerse en forma a los usuarios. Además, es un recorrido que cuenta con restaurantes, cafeterías, áreas de recreo, parques infantiles y otros servicios de ocio diversos, lo que le permite los recesos necesarios para hacer, todavía más agradable, su recorrido. Nuestro primer acercamiento al Paseo Marítimo, siguiendo la ruta indicada, nos llevará a un punto situado justo enfrente del edificio Arensol, lugar en el que suelen realizarse actividades lúdicas, programadas desde la Concejalía de Turismo de la ciudad. Es desde este punto desde donde podremos observar la llamada Peñeta del Moro, un diminuto saliente situado, más o menos, a un kilómetro de nuestra actual ubicación. Es en realidad, un conjunto de rocas emergentes sobre las que se asienta una especie de faro—en realidad una columna que consta de un poste de hierro de unos 4 metros de altura—, levantado a principios del siglo pasado, que pretendía advertir su presencia a las embarcaciones. La Peñeta del Moro es lugar en donde se pueden ver distintos tipos de algas—no existe vegetación terrestre—, y sobre su superficie afloran los pólipos, los mejillones y las lapas. A su alrededor, pueden verse algunas langostas y morenas, lisas y sardinas. Un tramo a la derecha, frente al edificio Espacio, cercana al mar, se ha inaugurado recientemente una zona turístico-deportiva consistente en diez canchas de voley-playa, seis canastas de básquet-playa y una zona con equipamientos para realizar entrenamientos físicos. Es una apuesta dinámica que intenta promover el uso de la playa durante todo el año, eliminando el tópico de que las playas sólo se pueden disfrutar durante la temporada de baño. Sigamos pausadamente nuestro recorrido. Audioguias

35) Der San Antonio Strand

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Wir setzen unseren Spaziergang über die Strandpromenade fort, zu unserer linken vorbei an einer Petanca-Spielfläche. Meer und Sand begleiten uns ständig. Im Sommer wird unser Blick auch über bunte Sonnenschirme und Badegäste schweifen. Unser Weg wird uns zur Abfahrtsstelle des Touristenzugs führen, mit dem man im Sommer zwei Strecken zurücklegen kann: entweder zur Burg und dem Sanktuarium oder zur Dragut Höhle. Weiter vorne befindet sich ein Brunnen – und schon sind wir am San Antonio Strand angekommen, sehr zentral gelegen und bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt. Er ist beinahe 2 km lang und 65 m breit und verfügt über Einrichtungen, die Erwachsenen und Kindern einen angenehmen Strandaufenthalt bereiten. Diesen Stadtstrand umgeben Hotels, Apartments, Restaurants und Terrassen,wo der Besucher eine kleine Pause von seinem Strandbesuch einlegen und Energie tanken kann. Das Kommen und Gehen am Strand ist konstant, Badegäste spazieren über die feinen Sandstrände und gehen im Meer schwimmen und das alles an einem Ort, der mit der blauen Flagge und dem Q-Qualitässiegel ausgezeichnet wurde, und der sämtliche Hygiene und Gesundheitsstandards ausreichend erfüllt.

Zusätzliche Infos kann der Besucher auf der plaza de la Constitución bekommen, bei Tourist Info Playa, ebenfalls mit dem Q-Qualitätsiegel ausgezeichnet. Auf einem Bildschirm können sämtliche Informationen abgerufen werden, die für die Gestaltung eines Stand- oder Stadtbesuchs von Nutzen sein können.

Unser Spaziergang führt uns nun weiter, zum Strand-Koordinationszentrum, wo sich der Rettungs- und Notdienst und auch eine Umweltschutzstelle befindet. Sollte man mehr über die Qualität der Gewässer wissen wollen, so ist man hier an der richtigen Stelle.

Hier befindet sich auch ein Sanitätsposten und ein Gesundheitszentrum für Touristen und ebenso eine Strandzone, wo im Sommer verschiedene Sport- und Fitnessaktivitäten geboten werden wie z.B Yoga, Tai-chi oder Aerobic. Das Freizeitprogramm setzt sich im Sommer aus zahlreichen Aktivitäten zusammen, über die stets im Voraus ausführlich informiert wird.

Weiter geht es, und wir kommen an einem Karussell an, das allerdings nur im Sommer in Betrieb genommen wird. Diese Stelle eignet sich besonders, um Fotos von der Burg und Umgebung zu machen. Ein sehr neues und vom Gemeinderat für Tourismus ins Leben gerufene Projekt ist die Strandbibliothek. Es handelt sich dabei um eine Wanderbibliothek, deren Stand 22m2 einnimmt und Platz für ungefähr 5 000 Bücher hat. Klassische, zeitgenössische und Kinder- und Jugendliteratur und sogar Kreuzworträtselhefte stehen zur Auswahl. Die Leseförderung ist eines der großen Hauptziele des Freizeitprogramms, das für die Strände von Cullera zusammengestellt wird.

Unser Spaziergang entlang des San Antonio Strands neigt sich seinem Ende zu. Wir kommen zuletzt am Kinder-Sommerfestival vorbei, das sich gegenüber eines Gebäudes namens Florazar I befindet. Es erwartet uns nun der nächste Punkt unserer Route der Racó Strand .

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36) Der Racó Strand

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Der Strand Racó beginnt ungefähr am Aloha-Gebäude, ist ganze 1 200 m lang und durchschnittlich 30 m breit.

Entlang des Strandes sind in unmittelbarer Nähe sowohl Hotels wie auch Apartments anzutreffen. Der Strand scheint so nahtlos in die Stadt überzugehen, mit Palmen, die die Strandpromenade zieren.

Wie San Antonio, so verfügt auch dieser Strand über eine blaue Flagge und sämtliche Qualitätssiegel, die ein Bad in diesen Gewässern empfehlenswert machen. Ein Sanitätsposten, Infos über den Zustand des Meers, Abfallkörbe, Stege, Brunnen, um die Füße abzuspritzen, Sonnenschirme und liegen, Bootsverleih, Kiosk und Strandbibliothek, Kinderspielplätze und Surfschule – all das ist hier zu haben, zweifellos ein perfekt ausgestatteter Strand.
Gegenüber des Strandes ist das Gebirge zu erblicken so wie auch die Landstraße Senda de la Lloma, die sich 14 km um den Berg windet, vorbei an der Burg und dem Sanktuarium, dem Alt del Fort, hinab zum Kreuzweg mit Endstation im Stadtviertel el Pozo. Eine wunderschöne Route, voller Charme und einmaligen Ausblicken über die Bucht, die Strände und Reisfelder, die Obstanbaugebiete, in denen vor allem Orangenbäume zu sehen sind, und die Pinienbäume . Alles Merkmale des unnachahmlichen Landschaftsbilds von Cullera..
Vorbei geht es nun an einem Gebäude namens El Prado hin zum Gebäudekomplex Florazar II, wo im Sommer Strandbars anzutreffen sind und wie am San Antonio Strand auch Sportaktivitäten wie Tai-chi, Yoga oder Aerobic angeboten werden…
Unsere Route endet am Sicania-Hotel, wo sich ebenfalls eine Surfschule befindet.

Wir kehren nun zur Tourist Info Playa in der Blasco Ibáñez Straße zurück. Wir gehen diese Straße voller Läden hinab, bis hin zur San Antonio Abad Kirche, wo sowohl Einheimische wie auch Touristen die Messe besuchen, und vorbei an der Polizeiwache. Wir sollten dann in der calle Rellano de San Antonio angekommen sein, ab wo man mit dem Auto hinauf zur Burg fahren kann. Von dort geht es in eine Straße namens 25 de Abril, vorbei an der San Antonio del Mar Schule, mit der Hausnummer 74, bis wir schließlich an einem Kreisverkehr ankommen und zum Andrés Piles Platz gelangen, Start und Endpunkt unserer Route. Eine Route, die uns Strand und Meer nähergebracht hat, und uns auch sämtliche Dienstleistungen und Freizeitangebote dieser Facette von Cuellera vorgestellt hat.

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In Cullera verschmelzen sämtliche Vorzüge eines erstklassigen Touristenorts. Außer einer reichen und weit zurückreichenden Geschichte wurden auch Klima und Geografie zu einem ausschlaggebenden Argument, um für die notwendige Infrastruktur zu sorgen und sowohl den nationalen wie auch den internationalen Tourismus willkommen heißen zu können und aus der Stadt ein beliebtes Urlaubsziel zu machen.
Cullera ist ein attraktives Reiseziel – zu jeder Jahreszeit und insbesondere im Sommer. Cullera ist eine offene und bunte Stadt, mannigfaltig und doch einmalig, stets bereit und willig, den Besucher bei sich aufzunehmen. Zu verdanken ist dies einem 15 km langen Küstenstreifen mit feinen Sandstränden, einem einmaligen geschichtlichen und künstlerischen Erbe, und auch Gastronomie, Landschaft und Feste dürfen nicht vergessen werden.

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